2009 - 2013 2015 2016
 

Ein Foto auf einer japanischen Webseite war der Anfang. Ähnliches hatte ich schon in der Monkey-Cruisin gesehen, allerdings mit einem Tank, der dem J1-Originaltank noch sehr ähnlich sah, außerdem mit einem starren (A-)Rahmen. Eine Monkey im Look der legendären Honda-Renner aus den 60ern RC112, RC162, RC165....so was soll es werden. So eine Höckersitzbank für die Monkey gibt es bei Westeagle in Japan, an dieser Stelle viele Grüße an Sebastian, der mir bei der Beschaffung geholfen hat.
Einen passenden Alu-Tank lasse ich mir "made in Germany" Maßschneidern.



Unten: Ein gut erhaltener und immerhin 36 Jahre alter HONDA-Rahmen (Z50A K4, 1973) komplett mit Gabel und Schwinge aus meinem Bestand bildet die unverwüstliche Basis des Projektes.
Strahlen, lackieren, neue Lenkkopflager, Schwingenlager und Führungshülsen der Gabel, neue Faltenbälge - und die nächsten 36 Jahre können kommen.

 

   
 
  Oben: Nur wo Honda drin ist, sollte auch Honda ´draufstehen. Nix ist alberner, als Honda-Aufkleber auf einer chinesischen "Replika".
  Unten: Originale A-Monkey-Radnabe, poliert, schlauchlose einteilige Alu-Gussräder von Eco Shop ONE, Japan.
 
   
 
   
 
  Oben: Aftermarket-"Renn"lenker, der Lenkerknochen wird durch ein poliertes, 37 Jahre altes Original-Honda-Teil ersetzt, (unten) es gibt einfach nichts besseres!
Die aus chinesischer oder thailändischer Produktion stammenden Aluknochen sind leider sehr wenig passgenau und nicht mal ihr Gewicht in Schokolade wert....
 
   
 
  Oben und unten: Was lange währt...
Perfekte Oberflächen des schwarz lackierten 1972er Z50A-Rahmens, zwei kleine Lacknasen an den Kanten der oberen Motorhalter
lassen sich problemlos mit Cuttermesser und Lackstift beseitigen, weniger schön waren die mitlackierten Lagerbuchsen der Schwinge... :-(
 
  Die Lösung nennt sich "Bohrlochbürste" und ist im Prinzip eine Stahldrahtbürste mit 13mm Durchmesser, die zum Reinigen von M10-Bohrlöchern dient.
Die Bürste wird dazu am besten in die Bohrmaschine oder den Akkuschrauber eingesetzt und trägt den Lack in den Buchsen erfolgreich ab.
Dazu muss man sie allerdings mit der Mini-Trennscheibe in der Mitte des Stiels durchschneiden.
 
   
 
   
 
  Oben und unten: Zurückverlegte Fußrastenanlage.
Oben der "Bausatz" thailändischer Herkunft - unten in montiertem Zustand mit den "richtigen" ´Rasten, die schwarze Raste
oben gehört nicht dazu. Passgenauigkeit, Verarbeitung  und Finish sind ganz o.k.- etwas Nacharbeit ist allerdings nötig.
Die Kugelköpfe des Schaltgestänges habe ich gleich entsorgt und durch entsprechende deutsche Teile ersetzt.
Einige Gewinde mussten nachgeschnitten werden, besonders bei den Linksgewinden der Kugelköpfe nicht ganz einfach.
Wer hat schon Gewindebohrer für Linksgewinde herumliegen, ist aber alles problemlos zu beschaffen und lohnt sich.
 
   
 
  Oben und unten: Den Alu-Handkupplungsdeckel kann man mit vieeeel Geduld auch hochglanzpolieren.
 
  Unten: Schwinge und Dämpfer sind schonmal montiert...
Als nächstes folgen die Räder.
 
   
 
 
  Oben: Viele, viele Schrauben, Scheiben, Muttern aus VA.
Nochmal ebensoviele Schrauben und Muttern von Honda. Kettenrad, eine originale K3-Lampe "New Old Stock", KITACO-Hebel....
Unten: Schlauchlose Duros auf den EcoShop-Felgen. Das Puzzle wächst.
 
 
 
 
  Oben: Etwas "schlankere" Befestigung der Lenkerhälften - die Plastikknebelschrauben wären da nicht so ganz passend...
 
 
  Oben: Erste Passprobe der Sitzbank. Da der Tank ein deutliches Stück länger als das Original-Spritfass ist, wandert die Sitzbank etwas nach hinten. Ist aber kein Problem, die (geschraubten) Aufnahmen in der Bodenplatte erlauben da einige cm -  die Halterungen müssen aber noch angepasst werden, d.h. ich werde wohl gleich neue aus VA machen lassen.
 
  Oben und unten: Es geht auch schöner.
Die Schalt- und Bremshebel der zurückverlegten Rastenanlage aus Thailand trugen die üblichen schwarzen Plastikstücke an den Enden.
Sowas kann der Andi aus Alu aber natürlich viel schöner bauen.... :-)
Passt übrigens auch an die C.F.Posh-Schalthebel.
 
   
 
  Oben: 34mm LED Rück- und Bremslicht mit e-Zeichen.
Für das doch relativ kleine "Loch" hinten im Sitzbankhöcker. Ich hatte zuerst überlegt, das Loch mit GFK zuzulaminieren,
da es aber so nette und passende Alternativen gibt, hat sich das hiermit erledigt.
 
  Oben: HONDA-Teil. Ein Killschalter von der alten XL250 - nur noch etwas sauber machen...
 
  Oben: Nachträglich schwarzverchromter japanischer Auspuff, an dieser Stelle mal ein ganz dickes DANKESCHÖN an Hartmut Merkle in Aichtal.
Perfekter Service, perfekte Arbeit, besser geht es einfach nicht.  Kann ich wirklich nur uneingeschränkt empfehlen.
 
  Oben: Die passenden HONDA-Flügel-Aufkleber sind auch (wieder) verfügbar. Ich habe gleich mal einen kleinen Vorrat davon
angelegt. Honda-Nummer = SYWG-C9V-W9 "Honda Classic Wing Decal". 840 Yen in Japan. Oder ein paar Euro teurer, z.B. bei cmsnl.com
   
  Unten: Viele Kleinarbeiten - wenn die Zeit es mal zulässt. Durch den extrem flachen Lenker waren die Standardbowdenzüge viel zu lang, die mit meinen
bevorzugten Gasgriffen von Kitaco oder Takegawa mitgelieferten Züge "kaputtmachen" wollte ich aber auch nicht. Also: Selbst ist der Mann.
Aussenhüllen, Züge, Löt- und Schraubnippel und Abschlusskäppchen besorgt und Züge selbst angefertigt.  Der selbstgebaute Gaszug hat nun eine
Rekord"länge" von nur knapp über 35 cm und führt in Verbindung mit dem wunderbaren VA-Zugführungsbogen am Vergaser  "made by Andi" in jeder Lenkerstellung
knickfrei und sauber am Rahmen entlang. Eine angepasste Zwischen-Bodenplatte für die Sitzbank ist unterwegs, damit der Sitz etwas nach hinten wandern kann.
Nächste Haltestelle ist ein maßgeschneiderter Minimal-Kabelbaum und die Elektrik...
 
 
 
 
  Unten: Rechts offenbar das Ergebnis der Abschlussprüfung eines thailändischen Schweißerkurses... Links das nachgefertigte (und nun auch passende) Teil "Made in Germany".
Nun kann auch das Schaltgestänge - mit neuen Kugelköpfen aus europäischer Produktion - montiert werden. Funktioniert jetzt tadellos und spielfrei
 
 
  Oben: Dieser Zündungsdeckel ist nicht nicht die "final version" - dafür muss allerdings noch ein Deckel angepasst werden....
 
  Oben: Na, wer hat denn eine Idee, was das hier werden könnte?
Unten: Des Rätsels Lösung: Auspuffhalterung auf dem Bremspedalbolzen. In Form und Größe genau passend zur Befestigungslasche am Auspuff.
 
  Unten: Ein etwas schönerer Abschluss für den Auspuff. Auf (geringe) Lautstärke kommt es hier ohnehin nicht wirklich an...
 
 
  Unten: Edelstahl-Auspuffhalterung am Bremshebel - Variante 2.
 
 
 
  Oben: Aus dem Pitbike-Bereich stammen diese Kettenspanner.
 
 
  Oben: Letzter Stand vor dem Tankbau. Die Position der Sitzbank ist noch um ein paar cm variabel -  abhängig davon, wie genau der Tank später "sitzt".
 
  Oben und unten: "Sprechen Sie in dieses Mikrophon".  Takegawa-Ansaugtrichter mit Siebabdeckung. In der bewährten Takegawa-Qualität, kein Blech, sondern massiv Alu-gefräst.
 
 
  Oben: Links der Takegawa-Trichter, stabiles, dickes Aluminium, passgenau und seinen Preis absolut wert. Rechts ein Trichter aus dem Roller-Zubehör, minderwertiges dünnes Blech, verformt sich schon bei leichtem Druck. Vergleichsweise viel zu teuer, auch wenn sowas "nur" 9.-€ kostet...
 
  Oben: Stabiler "Parkplatz" für das Rennerle mit freiem Zugang zu Hinterrad, Kette und Stoßdämpfern. Nicht nur für´s Regal.
Kann zwar nicht rosten, bekommt aber bei Gelegenheit noch ein wenig Farbe oder Pulverbeschichtung.
  Unten: Leicht modifizierte Auspuffhalterung, optisch doch etwas "schlanker".
 
 
 
 
  Oben: Erste Überlegungen und "Stilprobe" für einen Drehzahlmesser in passender Optik und Größe....
   
  12.11.2011.
Nach einer längeren "kreativen Pause" geht es nun weiter. Endlich habe ich den Blechkünstler meines Vertrauens gefunden, bei dem mir schon im Gespräch klar war, dass da jemand weiß, wovon er spricht. Der Tank ist nun in Arbeit und ich hoffe, hier bald einige Bilder zeigen zu können.
   
  24.06.2012.
Es geht in die Verlängerung. In mehrfacher Hinsicht....
Mein Vereinskamerad und Blechkünstler lässt sich Zeit - und nicht in die Karten gucken. Ich kann´s aushalten, nur gibt es deswegen leider keine Fotos. Immerhin gibt es vielversprechende "Augenzeugenberichte" von Kollegen, die vor Ort schon mal was gesehen haben wollen...;-)
Zwischenzeitlich habe ich eine um 4cm verlängerte Schwinge eingebaut (unten), was den Proportionen meiner Ansicht nach zugute kommt, da die Sitzbank doch recht weit nach hinten rückt. Auch in Sachen Tacho geht es aktuell voran, Bilder kommen noch.
 
  to be continued...
   
  19.09.2012.
Arvid (Monkey-Garage) hat mir einen extrem schlanken Minimal-Kabelbaum "handgestrickt" und Teile der Elektrik (Regler, CDI) "ausgelagert". Da das Rennerle keine Seitendeckel bekommt, sollte das Rahmendreieck von Elektrikkomponenten und "Kabelgedöns" frei bleiben. Auf dem Rahmenprofil unter der Sitzbank ist auch kein Platz, weil die Sitzbank sehr flach auf dem Rahmen befestigt wird. Arvids Lösung war eine Aluplatte, die später unter dem Heckbürzel der Sitzbank verschwindet. Ich find´s klasse.

Das Rennerle bekommt gerade noch einen 52er Aluzylinder mit zum 70er Kopf passendem Kolben - in Verbindung mit der Langhubkurbelwelle kommen wir dann auf knapp 105cm³.

 
 
  Fehlt "nur" noch der Tank und das Schutzblech vorn. Ich bin aber verhalten optimistisch, dass sich bis zum Jahresende noch was tut....
 
26.11.2012

Der Tank und das vordere Schutzblech sind noch immer nicht fertig, aber es tut sich was....
Der Motor hat nun in Verbindung mit einem 52er Alu-Zylinder 105cm³, Kopf und Kanäle wurden inzwischen auch noch bearbeitet,
Die Elektrik ist rank und schlank, kein Kabel mehr als unbedingt nötig. Vielen Dank an Peter, Burkhard und Arvid von der Monkey-Garage Duisburg!
 
  (c) Fotos Peter Sturm / Monkey-Garage
 
  (c) Fotos Peter Sturm / Monkey-Garage
 
  (c) Fotos Peter Sturm / Monkey-Garage
 
  (c) Fotos Peter Sturm / Monkey-Garage
 
  04.12.2012
Solange ich auf Tank und vorderes Schutzblech noch warten muss, gibt es schon mal ein paar Experimente mit einer alternativen Höckersitzbank in sehr RC-originaler Optik. Die Sitzbank baut auch ein gutes Stück kürzer, und hat kein Loch im Bürzel ;-)
 
   
 
  Nächste Aktion ist der Tacho / Tachohalter und versuchsweise Stoßdämpfer in 305er Länge, die Monkey baut gegenwärtig wirklich extrem tief, im eingefederten Zustand eigentlich zu tief....
   
 
  Oben: Der Motor ist fertig, hier nun mit dem endgültigen Zündungsdeckel.
 
 
 
  06.01.2013
Die Feiertage und die Zeit "zwischen den Jahren" hatten ein wenig "Output" - ein Tachohalter wurde angefertigt, der Smith-Tacho erhielt einen Tachowellenanschluss, der zur Monkey-Tachowelle passt, außerdem einen Überzug mit "VHT Wrinkle Plus", mattschwarz. Alles passt, nichts wackelt. Erstaunlich. Die 280mm-Stoßdämpfer wurden durch 305er OKD´s ersetzt, die Monkey baute sonst zu tief, der Auspuff drohte bei jeder Gelegenheit, aufzusetzen.
 
  Oben: Der kleine Stutzen oberhalb des Gewindes für die Überwurfmutter der Tachowelle am Smith-Tacho war die Lösung für das Anschluss-Problem. Der Durchmesser war genau 10mm - das Tachogewinde einer Monkey-Tachowelle hat 12mm.
 
  Oben und unten: Also wurde auf ein Alurohr mit 12mm Außen- und 10mm Innendurchmesser ein Gewinde M12x1 geschnitten,
 
 
  ...passt. Anschließend das Gewindestück abgesägt und über dem Stutzen am SMITH-Tacho verklebt.
 
  Unten: Tacho mit VHT-Wrinkle Plus lackiert.
 
 
  Unten: Tachohalter handgestrickt (unter dem Lenkerknochen verschraubt)
 
 
  Oben: Eingebaut und angeschlossen. Sieht jetzt vielleicht noch etwas ulkig aus, in Verbindung mit dem Tank wird´s aber "rund".
   
  17.04.2013
Unten
: So lange es noch keine greifbaren Fortschritte beim RC-Tank gibt, denke ich schon mal über das nächste mögliche Modell nach:
Ein C110-Tank ist mir bei ebay über den Weg gelaufen, leider wurden die verchromten Seitenteile von irgendeinem Experten mal silbern überlackiert, die Chromblenden gibt es aber ab und zu noch in USA, wenn auch nicht gerade billig. Der Tank ist dicht und beulenfrei, aus dem Inneren habe ich allerdings zwei Esslöffel Rost in Pulverform hervorzaubern können - eine Versiegelung oder zumindest Behandlung ist also angesagt. Der Tankdeckel ist hinüber, aber auch noch neu zu bekommen. Bei genauem Hinsehen konnte man auf dem Bild der Auktion erahnen, was da auf den Bieter zukommt, unnötig zu erwähnen, dass der Tank als in "sehr gutem Zustand" beschrieben wurde? ;-)
O.K. - keine Ruine und eine ordentliche Basis zu einem vertretbaren Preis, zum Glück habe ich nicht mehr geboten....

Bernd (Döpi) brachte mich auf die Idee, mit diesem Tank mal eine Monkey als "Mini Black Bomber" zu bauen, der legendären CB450 von 1965. Das könnte lustig aussehen. Ich habe da schon eine Idee für eine Sitzbank. (Nein, nicht die auf dem Foto) Und immerhin habe ich diesmal schon einen Tank.

 
   
  to be continued : nächste Seite

      © Michael Kugler 2001/2016