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| In äußerlich ziemlich angegammeltem Zustand habe
ich diese Dax 1996 mit knapp 2.400 km auf dem Tacho von
einem älteren Herrn gekauft, der sie - als dritter Besitzer - ein paar Jahre lang
im Urlaub mit seinem Wohnmobil durch Frankreich gekarrt
hatte. Es handelte sich um eine "neue" 12V-Dax aus den ersten
Produktionsjahren. (Motor)Technisch war sie tipptopp, die beim neuen Modell
verbauten mattschwarzen (gruselig!) Teile wie Auspuff,
Fußbremshebel, Schaltwippe, Federn der hinteren
Stoßdämpfer usw. zeigten allerdings schon reichlich
Flugrost. Der Lack war stellenweise angegriffen, die weiss lackierten Felgenringe wiesen einige
"Bordsteinkantenspuren" auf und dieses
grottenhäßliche Plastikteil, das Rückleuchte und
Schmutzfänger vereinigte, weckte auch Handlungsbedarf. |
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| Vor einigen Jahren
(1997/98) konnte mein örtlicher Honda-Händler noch eine
ganze Menge Teile beschaffen. Einen Auspuff im 70er-Jahre
Original-Look, eine komplette Rückleuchteneinheit in der
alten Form (heute ein echtes Problem!), Fußrastenanlage mit Seitenständer statt des
voluminösen Hauptständers und eine nagelneue
"alte" Sitzbank direkt aus Japan. Von Thomas
Geisler aus Unterwössen kamen verchromter
(Fuß-)Bremshebel , Schaltthebel und Kickstarter sowie
neue Federbeine hinten und nette kleine Kitaco-Blinker.
Den Zündungsdeckel habe ich mit viel Geduld,
Bohrmaschine und Polierpaste selbst poliert. Den
Kupplungsdeckel gebe ich demnächst zum Polieren weg,
falls die Dax nicht vorher noch auf Handkupplung umgebaut
wird. Die hochgelegten, verchromten US-Schutzbleche haben
die lackierten Originale ersetzt. Die schönen alten
Rahmenaufkleber, verchromte Felgenringe und neue Reifen
gab´s anläßlich eines kleinen
"Kuraufenthaltes" in der Werkstatt von
Klaus Ingrisch. |
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Zum Thema Sitzbank: Wer die "neue" Dax AB23 und ihre
Sitzbank kennt, weiß, man kann nicht einfach eine
"alte" Sitzbank von einer ST50 oder ST70
nehmen, neue Bank abschrauben, "alte" Bank
´draufschrauben und fertig. Die neueren Dax-Modelle
haben eine Sitzbank mit Schloß, das mit dem
Zündschlüssel geöffnet wird. Auf der Unterseite der
Sitzbank gibt es dafür zwei Bolzen, auf der einen Seite
als Verschlußbolzen, auf der anderen Seite als
Führungsbolzen ausgeprägt. Vorteil: Die Sitzbank sitzt
immer schön stramm auf dem Rahmen und wackelt nicht.
Die Sitzbank der alten Modelle hatten eine
vergleichsweise einfachen Verschlußmechanismus an der
hinteren Unterseite, dafür aber ein Werkzeugfach auf der
Unterseite. Genau dieses Werkzeugfach verhindert nun,
dass eine "alte" Sitzbank auf eine neue Dax
paßt: Es kollidiert mit der 12V-Batterie.
Die
Lösung: Mit einem kleinen Bohrschleifer wie Dremel
oder MiniMot und diamantierter Trennscheibe wird das
Werkzeugfach herausgetrennt, die Schnittkanten
verschliffen, verspachtelt und lackiert.
Anschließend die Verschlußbolzen von der bisherigen
Sitzbank abschrauben. An der neuen Sitzbank die Stellen
ermitteln, an denen diese Bolzen angebracht werden
müssen, dazu am besten die Sitzbank schon an der
vorderen Halterung (Scharnier) anschrauben. Anzeichnen,
an welchen Stellen an der bisherigen Sitzbank die
Gewindelöcher sitzen müssen. An diesen Stellen Löcher
in die Sitzbankbodenplatte bohren, die groß genug sind,
um eine passende Mutter bündig aufzunehmen. Nun mit dem
Schweißgerät (vorsichtig, nicht den Polsterschaum
abfackeln!) die Muttern in die Löcher schweißen. In
diese Muttern können dann problemlos und haltbar die
Verschlußbolzen eingeschraubt werden.
Das Ergebnis dieser kleinen Bastelstunde kann sich aber
sehen lassen, oder? |
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| "Angepaßte"
Bodenplatte einer "alten" Sitzbank zur
Befestigung an der neuen Dax AB23. |
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© Michael Kugler
2001/2003 |