TEIL 9: Laufende Verbesserungen
Reifen, Bremsenentlüftung
 

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7 Teil 8  
 
 
14.08.2010 - Neue Reifen
Nachdem kurz nacheinander die Schläuche im Hinterrad 2x inkontinent wurden, allerdings im Reifen selbst weder außen noch innen eine Beschädigung zu finden war, habe ich mich entschlossen, die Bereifung und Schläuche gleich noch einmal komplett zu tauschen. Jetzt rollt die Gorilla auf Heidenau K75 in der Größe 3.50/8.
Dickes Dankeschön an Peter Niedereichholz.
 
Unten:
17.08.2010 -
Weil das Entlüften der Scheibenbremse auf die herkömmliche Marmeladenglas-Methode allein eine etwas umständliche und lästige Angelegenheit ist, habe ich kurzerhand eine Stahlbus-Entlüftungsschraube eingebaut. Die 3-teilige Schraube funktioniert als Einweg-Kugelventil und lässt Luft aus dem Nippel nur  ´raus aber nicht ´rein :-)

(1) ist im Prinzip der Gewindeadapter für die verschiedenen Gewinde von M6 bis M10, darin ist Teil (2) fest eingeschraubt und nimmt Teil (3) auf, das eigentliche Ventil, das nach ca. 1,5 Umdrehungen auch (zum Befüllen der Bremsanlage) für Flüssigkeit durchlässig ist, bei nur geringer Öffnung (deutlich weniger als die angegebene halbe Umdrehung!) nur zum Entlüften dient, dabei im Gegensatz zu der üblichen Marmeladengas-Methode nicht zwischen den Pumpvorgängen dauernd auf- und zugedreht werden muss, sondern die Luft nur ´raus lässt. Man kann oben am Handhebel so lange pumpen, bis keine Luft mehr im System ist und der gewünschte knackige Druckpunkt erreicht ist. Dann wird der Nippel (3) mit dem passenden Drehmoment angezogen und fertig. Geht wirklich erstaunlich einfach und zuverlässig. Zum Schutz des Nippels kann das bisherige Gummikäppchen weiterverwendet werden oder (kostet extra) die passende vernickelte Kappe von Stahlbus verwendet werden.
Unten:
22.05.2011 -
Aktuelle Pflege- und Wartungsarbeiten am Moped im Sitzen oder Stehen - der Crosslift von Powerplustools macht´s möglich. Ist zwar zugegebenermaßen auch aus China, aber nach einem positiven Test in der Oldtimer-MARKT habe ich es riskiert - und bis heute nicht bereut. Platz ist buchstäblich in der kleinsten Bastel-Hütte, im abgesenkten Zustand braucht der kleine Heber auch nicht viel Platz unter der Werkbank.
   
Oben:
25.05.2011 -
Polierter J1-Lenkerknochen.
Darin sitzen die (Monkey-)Lenkerhälften deutlich spielfreier als im vorher verbauten Lenkerhalter der 12V-Dax AB23.
Die Schrauben (rechts unten) gibt es noch neu, der Lenkerknochen selbst ist von HONDA nicht mehr zu bekommen.
 
Unten:
05.06.2011 -
Radnabe für Scheibenbremsaufnahme von Joschi´s Customizing. Made in Germany.
Darunter: Neue BRAKING-Bremsscheibe mit passenden Honda-Befestigungsschrauben.
Unten:
28.07.2011 -
Den Satz mit den "passenden Honda-Befestigungsschrauben" nehme ich mal zurück. Die haben nämlich nicht gepasst. Was aber nicht an Honda, sondern an den eigenwilligen Maßen der Nabe liegt. Nach einer Odyssee durch Werkstätten und das Internet bin ich endlich auf ´Schrauben mit den passenden Abmessungen gestoßen. Lucas/TRW, relativ günstig zu beziehen über LOUIS, 9,95 € für 6 Stück, Best. Nr. 10043696
Gepasst hätten auch Schrauben von der Yamaha YZF R1, oder ProBolt-Titanschrauben für irgendeine Ducati. (9,95 € pro Stück !)

Jetzt passt es also. Nun "nur" noch anbauen und eintragen lassen. Zumindest letzteres sollte aber kein Problem sein. Eigentlich ;-)

Links: Honda, Mitte: China-Schrauben von der Dax-/Monkey-Replika, Rechts: Lucas/TRW
Den stabilsten und präzisesten Innensechskant haben die Honda-Schrauben, nützt aber nix, wenn sie nicht passen ;-)
Oben: Von Links nach Rechts: Honda, China-Replika, Yamaha YZF R1, Lucas/TRW. Das Bild täuscht etwas, die Yamaha-Schrauben sind in natura deutlich heller. Sieht nicht so toll aus, aber der Vielzahn-Antrieb der Yamaha-Schraube wird - ebenso wie der sehr präzise Innensechskant der Honda-Schraube vermutlich deutlich mehr Drehmoment beim Anziehen aushalten, als die "Bling-Bling"-Schrauben aus dem Zubehör......
 
26.08.2011 - Nur noch anbauen...na, ja...

Da hier nach Tagen der unangenehmsten Affenhitze mal wieder Gewitter mit Starkregen angesagt war und ich (selten genug) einen freien Tag hatte, dachte ich mir, "geh doch mal in den Keller und bau die JC-Nabe in die Gorilla." Gesagt, getan.
Leider geht das Späßle "made in Germany" weiter. Die Lager der JC-Nabe sitzen auf beiden Seiten deutlich (4-5mm) tiefer, als bei den Chinesen. Auf der Bremsscheibenseite hätte das "nur" bedeutet, eine komplett neue Distanzbuchse anzufertigen (Außendurchmesser ist auch anders), auf der Tachoantriebsseite ist das nicht so einfach. Da ist zwischen der Buchse des Tachoantriebs und dem Lager jetzt mal eben 4,5 mm Luft, der Tachoantrieb würde beim Festziehen also nicht mit der Buchse aufs Lager gepresst, sondern der Mitnehmer auf den Rand der Nabe, was ja gar nicht geht.

Hurra. Zur Zeit liegt also weiterhin ein immerhin hübscher Briefbeschwerer auf meinem Schreibtisch. Ob das Teil in diesem Jahr noch den Weg in die Gorilla findet, bleibt abzuwarten. Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch....

Ohne größere Anpassungsarbeiten (nicht nur kleine Ausdistanzierungen mit Scheibchen - Drehbank erforderlich!) und ohne Beschaffung exotischer Bremsscheibenschrauben passt da NICHTS in eine Replika-Gabel.
Ich will jetzt mal nicht sagen, dass ich mir da vielleicht einen klitzekleinen Hinweis gewünscht hätte, vielleicht war ich ja einfach nur zu naiv. ;-)


Jedenfalls kann ich allen Leute in vergleichbarer Ausgangslage nur raten: Überlegt Euch das gut.

 
 

                                                © Michael Kugler 2006/2011