1978-82 - HONDA CB50
die ersten Schritte in die Mopedwelt habe ich auf der leihweise überlassenen, damals schon sehr heruntergerittenen Kleinkraftrad-Dax eines Freundes gemacht. Leider gibt es davon keine Bilder, wir reden hier über die Vor-Digitalkamera-Zeit ;-)
Eine 50er Dax mit den ursprünglichen 4.5.PS (oder was davon übrig war) mit denen die Dax um 1970 auf den deutschen Markt kam. (Erst viel später wurde die 50er Dax mit 2.1 PS nur noch als Mokick verkauft)  Damit machte das Fahren schon richtig Spaß - auch wenn eine Kreidler oder Zündapp einem damit regelmäßig um die Ohren fuhr. Nachdem das Ding das Zeitliche gesegnet hatte und ein Auto noch nicht in Sicht war, wollte ich mir eine neue Dax als Mokick kaufen, leider gab es die dann nicht mehr. Mit einer CY50 konnte ich mich nie anfreunden, also wurde eine CB50 gekauft. Ein braves und zuverlässiges Arbeitspferdchen, mit dem ich viele problemlose Kilometer in und um Düsseldorf abgespult habe. Später hat sie mich (zerlegt transportiert in meinem VW-Käfer!) noch zum Studium nach Hamburg begleitet und wurde dort - viel zu billig - 1982 verkauft.
   
1982-84 Kawasaki AE80
Mein bisher einziger Zweitakter. 6-Gang-Getriebe ! Die kleine Grüne hat mich zwei Jahre im Studium begleitet, giftig und flott - damit durch den dichten Hamburger Verkehr zu wuseln war immer die reine Freude, Tagestouren im Sommer zum Strand nach St.Peter-Ording und an die Ostsee waren nie ein Problem. Leider wurde mir das Moped zwei Mal kurz nacheinander geklaut und jedes Mal mit erheblichen Schäden (und leerem Tank) wiedergefunden. Als die Versicherung - die natürlich in beiden Fällen die Kosten für die Wiederherstellung bezahlt hat - beim zweiten Mal schon etwas "ungehalten" wurde, habe ich die Kleine wieder verkauft und bin danach fast 15 Jahre nur noch Auto gefahren, von gelegentlichen "dienstlichen" Geländeritten auf der 125er Bundeswehr-Herkules mit der legendären Vorderradschwinge mal abgesehen.

Das Kennzeichen der kleinen Kawa "HH-DU 149" hängt aber noch heute in meinem Flur...
 

1999-2003 A-Monkey
Bereits knapp drei Jahre zuvor hatte mich der "Virus" wieder erwischt, die rote Dax war seit 1996 Familienmitglied. Eines Abends rief mich ein Freund an, "hast Du Interesse an einer A-Monkey, vollständig, nur leicht restaurierungsbedürftig? " Ich hatte.
3.000 DM habe ich damals für die A bezahlt und anschließend noch einige DM investiert. Neue Sitzbank gekauft, Tank innen mit KREEM versiegelt, neue Luftfilterdose gekauft. Wer genau hinschaut wird auch bemerken, dass die Ventile noch zur "falschen Seite"  zeigen. Der Vorbesitzer hatte 4 Felgenhälften mit Ventillöchern verbaut....

Danach stand das Schätzchen 3 Jahre in meinem Wohnzimmer, bis es im Frühjahr 2003 wieder den Besitzer wechselte. Aus heutiger Sicht ein Fehler...

1996-2009 Dax AB23
Es geschah irgendwann Ende der 80er: Im Showroom meines damaligen FIAT-Händlers, bei dem ich meinen 127Sport in der Werkstatt hatte, stand eine "neue" Dax AB23. Die Telegabel und die Sitzbank fielen mir sofort auf, leider hatte ich nicht viel Zeit, das Moped ausgiebig zu bewundern, ich war gerade Papa geworden und entsprechend war viel los in meinem Leben...

Wieder zwei Jahre später - ein Familienausflug inzwischen mit dem nagelneuen MINI (wenigstens ein fahrendes Spielzeug braucht der Mann) - im Vorbeifahren entdecke ich bei einem kleinen Honda-Händler in Bad Iburg im Schaufenster zwei Daxen. Anker geworfen - gewendet - geparkt. "Oh schau mal, die gibt´s wieder neu - sowas hatten wir als Jungs früher - das wäre doch eigentlch....."
Nachsichtiges Lächeln, aber keine große Begeisterung bei der besten aller Ehefrauen.

Mitte der 90er. Inzwischen habe ich zwei Töchter, ein große Wohnung, keinen Mini mehr, dafür einen allradangetriebenen japanischen Kleinbus (das zum Thema fahrendes Spielzeug). Es gibt einen großen Keller mit Aussentür und Rampe, ich lese regelmäßig die Oldtimer-Markt und diverse Kleinanzeigenblättchen. Immer wieder tauchen Daxen in gutem Zustand und zu (aus heutiger Sicht) moderaten Preisen dort auf. Der Entschluss steht: Ich kaufe mir wieder eine Dax. Die ersten Anrufe bei Inserenten verlaufen unbefriedigend: Schon verkauft. Oder viel zu weit weg.

Irgendwann taucht dann in einer Kleinanzeigen-Zeitschrift für Motorräder eine 12V-Dax in Rheine auf, nicht weit weg, sehr wenig Kilometer, knapp 2000 Mark. Etwas Flugrost an den schwarzlackierten Anbauteilen, aber technisch tipptopp. Der (Neu-)Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Das Gefühl, nach 20 Jahren wieder mit breitem Grinsen auf einer Dax durch die Stadt zu brummen - unbezahlbar.
Die Geschichte des aufwendigen Auf- und Umbaus gibt es noch hier und die (letzten) technischen Daten hier.

Seit Ende 2009 ist die Dax bei einem Vereinskameraden in besten Händen.
   
   

      © Michael Kugler 2001/2010